Chaotische versus systematische Navigation

Die ersten Begriffe, über den man stolpert, wenn man nach Staubsauger-Robotern sucht sind „chaotische Navigation“ und „systematische Navigation“. Was verbirgt sich hinter diesen zwei Begriffen?

Die chaotische Navigation

Die Navigation eines Staubsauger-Roboters kann chaotisch oder systematisch sein. Unter den billigeren Staubsauger-Robotern finden sich meistens solche mit chaotischer Navigation. Chaotisch bedeutet, dass die Sauger nicht nach einen bestimmten Plan durch die Wohnung fahren, sondern ihre Richtung ändern, wenn sie an Hindernisse stoßen (Amöbenstrategie) oder schon nach einer bestimmten Fahrtzeit, bevor sie an ein Hindernis stoßen (Random-Strategie).

Ein Zufallsgenerator bestimmt den Winkel in dem der Staubsauger-Roboter seine Fahrtrichtung ändert. Damit wird sicher gestellt, dass die Bahn des Saugroboters sich stetig ändern.

 

Das Randomprinzip und das Amöbenprinzip

Das Random-Prinzip zeigt in Test mehr Erfolg als das Amöben-Prinzip. Der Saugroboter übersieht mit dem Random-Prinzip deutlich weniger Stellen. Bei sehr billigen Modellen kann es jedoch passieren, dass sie sich trotz des Zufallsgenerator festfahren. Insbesondere dann, wenn der Raum viele Winkel aufweist, in denen sich der Saugroboter festfahren kann. Das ist insbesondere der Fall, wenn in einem Raum viele Möbel stehen, die den Weg versperren.

Dieses „sich festfahren“ können etwas teurere Modelle umgehen, indem sie eine Art „Notfallplan“ haben, wenn sie sich in einem Bereich festgefahren haben. Diese Modelle ändern nach einer bestimmten Zeit oder in einer bestimmten Situation die Fahrtweise. Die drei Strategien „Random“, „Strategische Wandverfolgung“ und „Spiralfahrt“ sind im Allgemeinen notwendig, damit eine Staubsauger-Roboter richtig funktioniert. Heutzutage beherrschen die meisten Roboter-Staubsauger diese drei Methoden.

Zusammenfassen kann man sagen, dass die Staubsauger-Roboter mit chaotischer Navigation etwas länger brauchen als ihre systematischen Kollegen. Das bedeutet aber nicht, dass sie weniger gründlich sind.

Im Gegenteil kann das Ergebnis bei Staubsauger-Robotern mit chaotischer Navigation sogar gründlicher sein, da diese öfter über dieselbe Stelle fahren. Generell hängt das Ergebnis aber auch von der Saugkraft ab, welche von Modell zu Modell variiert.

Eine Timer-Funktion hat sich bei chaotischen Modellen bewährt. Die Reinigung kann dann auf eine Zeit gelegt werden, in der man nicht zu hause ist. Der Saugroboter hat dann genug Zeit ein zufrieden stellendes Ergebnis zu liefern. Je nach Größe der Wohnung kann auch ein Modell, welches sich automatisch wieder auflädt sehr nützlich sein.

Die systematische Navigation

Saugroboter-Modelle mit systematische Navigation machen sich ein Bild vom Raum und fahren diesen dann systematisch ab.

Oft fährt der Saugroboter den Raum im ersten Durchlauf einmal ab. Er nutzt dazu zum Beispiel die strategische Wandverfolgung. Der Roboter speichert den Grundriss des Raumes dann im System. Er nutzt dazu in den meisten Fällen eine Kamera oder Laser.

Mit Hilfe des gespeicherten Umrisses teilt der Staubsauger-Roboter den Raum in verschiedene Abschnitte ein die dann systematisch, einer nach dem anderen abgefahren wird.

Vorteil bei dieser Art der Navigation ist vor allem eine erhebliche Zeitersparnis. Der Staubsauger-Roboter überfährt jede Stelle nur einmal. Daher ist es besonders wichtig, das der Saugroboter eine gute Saugleistung aufweist. Denn bei dieser Navigation wird schwache Saugleistung nicht durch mehrmaliges Überfahren derselben Stelle aufgewogen.

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